Ingenieur- und SachVerständigenBüro Dipl.-Ing. H.-U. Lehnert

anerkannter und geprüfter Sachverständiger / Energieberater

     
 

Thermografie

Das Ingenieur- und Sachverständigenbüro Dipl.-Ing. H.-U. Lehnert bietet an dieser Stelle Dienstleistungen zur Thermografie an.

Bauthermografie

Informationen zur Thermografie

Auf den folgenden Seiten möchte ich in einer vereinfachten Form das Anliegen der Thermografie aufzeigen. Was sie kann, die Grenzen und was bei der Erstellung eines Thermografiegutachtens wichtig ist.
Thermografie ist ein bildgebendes Verfahren, der für das menschliche Auge unsichtbaren Wärmestrahlung (Infrarotlicht) eines Objektes oder Körpers. Sie beruht darauf, dass jede Oberfläche mit einer Temperatur oberhalb des absoluten Nullpunktes ( -273°C) eine elektromagnetische Wärmestrahlung abgibt.
In einer Infrarotkamera wird die von einem Sensor aufgenommene Wärmestrahlung in ein Wärmebild (Thermogramm) umgewandelt.. Das Thermogramm gibt die Temperaturverteilung an der untersuchten Objektoberfläche flächenförmig wieder. Moderne Kameras besitzen eine Auflösung von 320 X 240 Pixel, das sind mehr als 76.000 Temperaturpunkte in einem Bild. Es können geringste Temperaturunterschiede von 0,05°C erfasst werden.
Zur übersichtlichen Auswertung der Aufnahmen werden den gemessenen Temperaturen Farbtöne zugewiesen. Die Farbtöne können so gewählt werden, dass Details optimal dargestellt werden. Zur besseren Interpretation der Thermografieaufnahme ist in jedem Fall eine Digitalaufnahme erforderlich.

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Die Wärmestrahlung verhält sich dabei ähnlich dem sichtbaren Licht. So kann Wärmestrahlung reflektiert ( gespiegelt ), absorbiert ( aufgenommen ) werden, oder Sie durchdringen manche Materialien.

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Ein unterschiedliches Wärmespeichervermögen der Baumaterialien führen letztendlich zu diverenzierten Wärmestrahlungen. Darüber hinaus können Reflektionen der Umgebung das Ergebnis verfälschen, siehe hierzu  die Darstellung im nachfolgenden Beispiel:

Wenn beispielsweise eine Fassade thermografiert wird, können sich die Temperaturen des Himmels (bei wolkenlosem Himmel unter -60 °C, sogenannte Strahlungen aus dem Weltall) zum Teil an der Fassade spiegeln. Dieses wird in den Kameraeinstellungen berücksichtigt und in dem Bericht mit angegeben. Wenn nun aber z.B. durch einen Dachüberstand die Reflektionen unterschiedlich sind, d.h. unter dem Dachüberstand sich nicht der Himmel spiegelt, so wird hier eine nicht vorhandene Erwärmung festgestellt.

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Es ist aber auch möglich, dass sich Wärme durch ein offenes Fenster gestaut und verteilt hat oder die Geschoßdecke Wärme nach außen leitet, auch Luftundichtigkeiten des Gesimskastens wären denkbar. Eine Innenbesichtigung und das Gespräch mit Ihnen können Aufschluss geben.
Unterschiedliche Beheizung der Räume oder Geschosse können ebenfalls zu Fehlinterpretationen beitragen, wenn die Innentemperaturen nicht aufgenommen sondern nur geschätzt werden. Man stelle sich ein 2- geschossiges Einfamilienhaus vor in dem fast nur das Erdgeschoss genutzt wird. Wenn z.B. die Innentemperaturen im Erdgeschoss 20°C sind und das Obergeschoss demgegenüber nur 15°C aufweist, könnte man in dem Thermogramm zu dem Schluss kommen, dass das Obergeschoss besser gedämmt sei, weil hier geringere Oberflächentemperaturen aufgenommen werden.

Ein weiteres Problem stellen noch geöffnete oder kurz vor der Thermografie geöffnete und wieder verschlossene Fenster dar. Es ergeben sich sofort und für den Thermografen nicht interpretierbare Dinge, denn er kann nicht einschätzen ob die Erwärmung über dem Fenster von einer Wärmebrücke (z.B undichter Rollokasten) herrührt, oder könnte die Erwärmung durch das offene Fenster eine vorhandene Wärmebrücke überdecken. Also sollten die vom Thermografen vorzugebenden Bedingungen unbedingt eingehalten werden.

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An den Heizkörpernischen leitet die geschwächte Fassade die Wärme nach außen ab.

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Die Wärmebildkamera kann nur Oberflächentemperaturen aufnehmen, das heißt eine vorgehängte Fassade wird kaum Temperaturunterschiede aufweisen, da die Wärme in der Belüftungsschicht abgeführt wird. Allenfalls Luftundichtigkeiten an Fenstern oder Türen und sehr grobe Wärmebrücken lassen sich aufzeigen.

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Wärmequellen auf der Innenseite der Außenwände wie z.B. Heizkörper

Bei eine Innenthermografie können ohne Probleme Wärmebrücken aufgedeckt.
Dies gilt für belüftete Dächer ebenso, wobei hier noch der Betrachtungswinkel zur Kamera berücksichtigt werden muss.

Durch die Unterschiedliche Wärmeleitfähigkeit der Materialien können durchaus Strukturen wie Mauerfugen, nachträglich reparierte Flächen, oder die Verwendung verschiedener Materialien sichtbar werden.

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Die Geschoßdecken aus Beton zeichnen sich deutlich ab. Im Bereich des linken Fensters ist ein anderes Material verwendet worden als bei dem Rest der Fassadenfläche. Unter dem rechten Fenster wird die Fassade von einem Heizkörper erwärmt.

 

 

 

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